• Tobi
    Katze


    Schwere &
    Kommunikation

  • Wir können  doch über alles reden.
  • Jede:r vierte Deutsche ist in diesem Augenblick von einer psychischen Erkrankung betroffen. Wir leiden unter Angst- oder Schlafstörungen, Süchten oder Depressionen – und unter der Stigmatisierung, die mit der Diagnose oft einhergeht. Dabei kann ein offenerer Umgang mit der Krankheit nicht nur den Betroffenen helfen, sondern auch ihrem privaten Umfeld – und dem beruflichen. Schriftsteller Tobi Katze weiß, wovon er spricht, denn er ist mit seiner Depression gleich an die Öffentlichkeit gegangen: 2014 im Blog auf stern.de, 2015 mit seinem Spiegel-Beststeller »Morgen ist leider auch noch ein Tag«.

    Seitdem arbeitet er mit zahlreichen Interessensverbänden wie der Deutschen Depressionshilfe zusammen und hat den öffentlichen Dialog über psychische Erkrankungen nachhaltig verändert. In der Xango Cult Akademie wendet er sich nun an Arbeitgeber und Belegschaften, um für einen neuen Umgang mit Krankheit und Erkrankten zu sensibilisieren. Denn gerade am Arbeitsplatz lässt sich viel für die Betroffenen tun – und manchen Erkrankungen und schweren Verläufen möglicherweise vorbeugen.

    Das ist immer im Interesse der Betroffenen und oft im Interesse des Unternehmens. Depression etwa ist eine der Hauptursachen für Frühverrentung und Arbeitsunfähigkeit und kostet die Volkswirtschaft jährlich viele Milliarden. Tobi Katze schildert in Vortrag und Gespräch die eigenen Erfahrungen mit der Krankheit. Oder er begleitet in der Tradition des Poetic Recording Unternehmen bei internen Veranstaltungen und legt im Anschluss die kleinen kommunikativen Probleme und versteckten Dynamiken frei. Denn Tobi Katze weiß, wie man miteinander spricht, auch über das und die Schwere.

     
  • Porträt: Tobi Katze