 |
 |

DIE GRÖßTE KLEINE KAPPELLE DER WELTMit Neues aus Vogelheim präsentiert sich das Spardosen-Terzett erstmals mit einem abendfüllenden Programm. Zu lakonisch-witzigen, gelegentlich melancholischen Texten musiziert das Terzett ungemein vielseitig: munterer Swing, makelloser Westcoast-Rock und gediegene Balladen. Getragen werden die Stücke von Klavier oder Gitarre, vom naiv-unschuldigen, präzise arrangieren Gesang, vor allem aber von einem gehaltvollen Understatement.
Vom Fantasie-bayerischem a capella G'stanzerl mia hams koa Lama Dalai, und koa madam Kuria, mia hams da Franz, des langts über die Diskriminierung des blonden Mannes in Lateinamerika und den Problemen, mit einem zu klein geratenen Tennisdoppelpartner ein Match zu gewinnen führt der Weg dann doch noch nach Essen-Vogelheim, der musikalisch äußerst virtuos umgesetzten Ruhrgebietsvariante des Jazzklassikers Birdland.
Das Spardosen-Terzett hat es dabei nicht nötig, seinen Humor marktschreierisch an den Mann zu bringen oder sich an den Comedy-Boom anzuhängen. Die Anzüge, die sie sich anziehen, sitzen; das gilt auch für die Musik.
Das Spardosen-Terzett ist jahrelang durch das Stahlbad von Betriebsfesten, Jubiläen und Hochzeiten gegangen. Die Band hat sich auf Tingeltouren einen zähen Stoizismus antrainiert, doch behält sie dabei eine fast schon beneidenswerte Leichtig- und Lässigkeit bei.
Von Eindeutschungen diverser Jazzklassiker und Interpretationen italienischer Schnulzen kam man hin zu einem Repertoire, das auf dem aktuellen Album bis auf eine Ausnahme aus Eigenkompositionen besteht, die meisten von Kai Struwe.
Bekannt wurde das Spardosen-Terzett auch durch gemeinsame Produktionen mit so verschiedenen Künstlern wie Wiglaf Droste, Ina Müller, Thomas Quasthoff und August Zirner. Rainer Lipski ist der Mann am Piano, Kai Struwe zupft den Kontrabass und Mickey Neher ist Taktgeber am Schlagzeug der größten kleinen Kapelle der Republik. HOMEPAGE: www.spardosen-terzett.de 
|
 |